Neue Platte “Colors”: Max Mutzke wohnte in “Granny’s House”

Am 28. September 2018 erscheint das neue Album von Max Mutzke. “Colors” besteht vornehmlich aus Neuinterpretationen von Klassikern, die dem Musiker einen souligen Touch mit einem Hauch von Jazz verleihen. Die erste Hörprobe hat ergeben: Mit dem Album ist Mutzke und seiner Band monoPunk nicht nur ein stimmungsvolles, sondern auch eine höchst intimes Werk gelungen. Letzteres dürfte sich vor allem dem Umstand verdanken, dass die Musiker die Platte im Hamburger Musikstudio “Granny’s House” einspielten.

Der Name des Unternehmens ist Programm. “Granny’s House” vereint alle Merkmale eines professionellen Musikstudios mit dem Flair einer gemütlich-kuscheligen Wohnung, von “Omas Haus” eben. Vor Max Mutzke haben in dem Gebäude aus den 1950er Jahren schon andere namhafte Künstler die eine oder andere Platte eingespielt, mitten in abgenutzten Parkettböden, knarrenden Treppen, einer kleinen Küche und einer Gästetoilette. Zu nennen wären etwa die Sängerin Annett Louisan und die Musiker von Selig.

Der Herr des Hauses ist Torsten Eichten. Der Familienvater ist eigentlich Filmemacher und Leiter eines Produktionsstudios für Werbefilme. Vor einigen Jahren mietete der Künstler und Unternehmer, der auch noch in einer Band Schlagzeug spielt, die Räumlichkeiten des in einer ruhigen Gegend von Hamburg gelegenen Hauses. Damit es die Musiker hier gemütlich haben, ließ er das Haus entrümpeln und die Zimmer mit alten Möbeln ausstatten, die er von Freunden bekam. Eine Couch, Sessel, Regale samt Büchern – alles ist da, um vor gemütlicher Atmosphäre zu musikzieren und Platten aufzunehmen.

Die Wege von Eichten und Max Mutzke kreuzten sich bei den Dreharbeiten für die Stiftung von Herberg Grönemeyer. Einige Zeit später durfte auch der Soul-Musiker in “Granny’s House” einziehen. Das Ergebnis der Aufnahmen vor heimeliger Atmosphäre ist mit “Colors” eine Platte, auf der Mutzke Hip-Hop-Klassiker neu eingespielt hat. Dabei überzog er berühmte Vorbilder wie “Regulate”, “I Got 5 on it” und Seeds “Augenbling” mutig und durchaus kreativ mit einer hauchzarten Patina aus Soul und Jazz.

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